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Telgte - Auf das Wetter hat selbst das beste Organisationsteam keinen Einfluss. Doch das tröstete Alfons Große Lembeck gestern Nachmittag nur ein wenig. Der Vorsitzende des ausrichtenden RV „Gustav Rau“ wusste nicht recht, ob er sich freuen sollte über einen tollen Montagabend beim 55. MGM-Turnier, bei dem rund 3000 Zuschauer das Flutlichtspringen der Klasse M* verfolgten, oder ärgern über den verregneten Dienstag. Denn wegen des schlechten Wetters und des aufgeweichten Geläufs hagelte es bei den Springwettbewerben reihenweise Absagen. Nur noch rund 50 Prozent der ursprünglichen Meldungen wurden aufrechterhalten.

„Die Reiter scheuen bei diesem Wetter verständlicherweise das Risiko. Wenn sich ein Pferd verletzt, ist es möglicherweise zeitlebens für den Sport verdorben“, äußerte der RV-Vorsitzende Verständnis für die Haltung der Aktiven, die ihre Tiere schützten.

Immerhin: Das Springen der Klasse M* am Montagabend hielt, was es versprochen hatte. Bei dem unter Flutlicht ausgetragenen Wettbewerb setzte sich Felix Haßmann vom RV Lienen auf Horse Gym´s Kira hauchdünn im Stechen durch. Er kam in der Zeit von 41,04 strafpunktfrei ins Ziel. Nur sechs Hundertstel langsamer war Caroline Frehe vom ZRFV Mettingen, die sich auf Phantasy Princess Rang zwei sicherte. Dritter wurde Gerhard Autmaring vom RFV „St. Georg“ Georgsmarienhütte auf Quick Magic, der den Parcours in 41,79 Sekunden absolvierte.

40 von ursprünglich 47 gemeldeten Startern nahmen an dem Flutlichtspringen teil. Eine Resonanz, die für den hohen Stellenwert spricht, den die Reitsportler dem Telgter Traditionsturnier zubilligen. So hätte es weitergehen können. Doch Petrus machte den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung. Auf die Wettbewerbe im Dressurviereck hatte das gestern kaum einen Einfluss. Dort war vor drei Jahren - nach einem Turnier mit ähnlich schlechten Wetterbedingungen - Kirchhellener Sand ausgebracht worden, der ein Wegrutschen der Tiere verhindert. Auf dem Hauptplatz, der nicht dermaßen befestigt ist, verwandelte sich der aufgeweichte Untergrund dagegen in Schlamm.

Höhepunkt des Tages war der Große Preis der Stadt Telgte und der Stadtwerke ETO - ein Springen der Klasse S* mit Stechen. Und wieder bewies Felix Haßmann sein Können. Nicht nur, dass er auf Cargho in 35,51 Sekunden fehlerfrei als Erster ins Ziel kam. Auf Horse Gym´s Nabuco schaffte er das Kunststück ein zweites Mal - 35,65 Sekunden reichten für den zweiten Platz. Hans-Thorben Rüder (Fehmarnscher Ringreiterverein) kam auf Faro fehlerfrei in 37,36 Sekunden auf Rang drei.

 
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