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Der „Große Preis“ entschädigt

Sie sind jung, aber nicht mehr ganz so wild wie noch vor einigen Jahren: Die Gruppe der 24- bis 30-jährigen Reiter drückte dem 50. Nördlinger Scharlachrennen ihren Stempel auf. Der „Große Preis“ ging an den mittlerweile im oberschwäbischen Heiligkreuztal reitenden Rheinländer Tim Hostler (29), das zweite große S-Springen des Wochenendes an Felix Haßmann (24) und in der Vielseitigkeit brachte Weltcup-Sieger Michael Jung (28) seine Klasse zum Ausdruck.

Ausgerechnet das Jubiläumsscharlachrennen 2010 wird als eines der Nördlinger Reitturniere mit den wenigsten Prüfungen in die Geschichte der Traditionsveranstaltung eingehen. Die ergiebigen Regenfälle am Freitag und Samstag Vormittag machten einen programmgemäßen Ablauf beinahe unmöglich und führten dazu, dass einige Prüfungen ersatzlos gestrichen werden mussten. Teilweise herrschte regelrecht Land unter auf der Kaiserwiese.

Die einzige internationale Springprüfung vor dem Großen Preis hatte am Samstag Felix Haßmann aus Lienen für sich entschieden. Der 24-Jährige, der für Scharlachrennen GmbH-Gesellschafter Siegfried Mitzels „Horse Gym 2000“ an den Start geht, fand auf dem verkürzten Kurs den schnellsten Weg und siegte mit seinem neunjährigen Wallach Nathan des Hayettes mit 22 Hundertstelsekunden Vorsprung vor Tim Hoster mit Rastellie und dem für Österreich startenden Altmeister Hugo Simon mit Hors La Loi. Insgesamt elf Reiter blieben in dieser Prüfung fehlerfrei, vor allem aber: Der aufgeweichte Parcours hielt!

 
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